Gilt für das Standardprofil vor Ort, sofern nicht anders angegeben.
1. Einsatzmodell
- Ein Windows-PC pro Raum führt jede Stufe aus: Aufnahme, Spracherkennung, Transkription, Übersetzung, Stimmen und Auslieferung.
- Alle Modelle kommen mit dem Installationspaket und werden von der Festplatte des PCs gelesen.
- Für Installation, Start oder Besprechung ist keine Internetverbindung nötig.
- Kein Lizenzserver, keine Telemetrie, keine Update-Prüfung, kein Cloud-Konto.
- Gemessen: keine Verbindung zu einer Adresse außerhalb des PCs beim Start, im Leerlauf oder während einer ganzen Besprechung. Siehe das Dokument Erklärung zum Netzwerkverhalten.
2. Netzwerkexposition
- Ein lauschender Port im Raumnetz: TCP 8760 (konfigurierbar) für Teilnehmerseite, Audiostream, Raumanzeige und Konsole.
- Jeder interne Dienst (Aufnahme, Übersetzungs-Engine, neuronale Stimme) ist an
127.0.0.1gebunden und aus dem Netz nicht erreichbar. - Die Firewall-Regel des Installationsprogramms erlaubt den Port nur in privaten und Domänennetzen — nie in öffentlichen.
- Empfohlenes Raumnetz: ein eigener WLAN-Access-Point in einem isolierten VLAN, mit Verbindung zum Raum-PC und ohne Route darüber hinaus.
3. Lebenszyklus der Daten
| Element | Wo | Lebensdauer | Standard |
|---|---|---|---|
| Aufgenommenes Audio | Arbeitsspeicher des PCs | Sekunden | Nie auf die Festplatte geschrieben. Es gibt keine Einstellung zum Aufzeichnen. |
| Erkannter Text | Arbeitsspeicher des PCs | Ein Satz | Nach Übersetzung und Sprachausgabe verworfen |
| Übersetzter Text und übersetztes Audio | PC-Speicher → Raumnetz → das gewählte Smartphone | Einmal abgespielt | Vom PC nicht gespeichert |
| Untertitel auf dem Smartphone | Speicher des Smartphone-Browsers | Bis die Seite schließt oder die Besprechung endet | Nicht auf dem Gerät gespeichert |
| Transkript | Arbeitsspeicher des PCs | Von der Bedienung festgelegt | Aus |
| Transkript-Export | — | — | Aus |
| Besprechungstext in Logs | Festplatte des PCs | Rotierend | Aus — Logs erfassen Länge und Wortzahl eines Satzes, nie seine Worte |
| Smartphone-Einstellungen | Browser-Speicher des Smartphones | Bis gelöscht | Nur Sprachwahl und hell/dunkel |
Eine Option „Audio behalten“ gibt es bewusst nicht: Nichts in der Verarbeitung schreibt aufgenommenes Audio auf die Festplatte, und ein solcher Schalter würde eine Fähigkeit — und ein Risiko — suggerieren, die es nicht gibt.
4. Zugriffskontrolle
Teilnehmende. Teilnehmerseite und Audiostream sind nur aus dem Raumnetz erreichbar. Eine optionale PIN pro Besprechung schützt sie; bis sie akzeptiert ist, bietet die Seite nichts zur Auswahl, und Audio- und Transkript-Streams verweigern die Verbindung. Jedes Smartphone erhält nur die Sprache, die seine Nutzerin oder sein Nutzer gewählt hat.
Raumanzeige. Nur Ausgabe. Zeigt Beitrittsadresse, PIN und Sprachen. Ihr Transkript ist standardmäßig aus, zeigt nur, was nach dem Einschalten gesagt wird, und wird beim Besprechungsende geleert. Durch dieselbe PIN geschützt.
Bedienkonsole.
- Im Desktop-Fenster auf dem Raum-PC öffnet sich die Konsole mit einem einmaligen lokalen Token, das diesem Fenster zugeteilt wird.
- Von jedem anderen Rechner aus erfordert sie das Administratorpasswort (HTTP-Basic-Authentifizierung).
- Das Passwort wird bei der Installation erzeugt und nur in einer separaten Anmeldedaten-Datei gespeichert — nie in der teilbaren Konfigurationsdatei, die bedenkenlos an den Support gehen kann. Ein nicht gesetztes Passwort verweigert den Zugriff; es gewährt ihn nie.
- Die PIN wird Raumanzeige und Konsole nur angezeigt, wenn sie auf dem Raum-PC selbst laufen; sie wird nie an einen anderen Rechner zurückgegeben.
Besprechungen. Außerhalb einer Besprechung wird nichts gedolmetscht. Das Beenden stoppt das Dolmetschen sofort: Wartende Sätze werden verworfen, jedes Smartphone verwirft das gehaltene Audio und zeigt das Besprechungsende an, und die Raumanzeige leert ihr Transkript.
5. Software-Lieferkette
- Ein Offline-Installationspaket: die Anwendung, alle Abhängigkeiten, alle Modelle und Stimmen und die nötige Laufzeitumgebung.
- Mitgelieferte Komponenten werden vor der Installation auf Integrität geprüft.
- Jede Stimme im Paket ist für die kommerzielle Nutzung lizenziert.
- Anmeldedaten werden nie in die teilbare Konfiguration geschrieben.
6. Betriebsumgebung
- Windows-Updates, Endpoint-Schutz und andere Software auf dem PC bleiben unter der IT-Richtlinie des Kunden.
- Das Bedienfenster ist Microsoft Edge WebView2; Ovvos Wasel startet es mit abgeschalteter Hintergrundvernetzung, abgeschalteten Komponenten-Updates und SmartScreen. Ein Standort kann diese Einstellungen über eine eigene WebView2-Richtlinie überschreiben.
- Trennen Sie in Air-Gap-Räumen PC und Access Point von jeder Route nach außen; das Produkt braucht keine.
7. Supportmodell
- Kein dauerhafter Fernwartungsagent, kein Herstellerkonto auf dem PC, kein eingehender Port.
- Fernsupport nur in einer Sitzung, die der Kunde mit seinem eigenen zugelassenen Werkzeug öffnet, durchgehend beaufsichtigt; sie endet, wenn er sie schließt.
- Der Support braucht nie Besprechungsaudio oder Transkripte.
- Air-Gap-Räume: Telefonsupport mit der Bedienung an der Tastatur oder ein Besuch vor Ort in Begleitung.
8. Das Cloud-Profil
Optional und standardmäßig aus. Wenn die Bedienung es aktiviert und API-Schlüssel eingibt, werden Audio und Text bauartbedingt an die gewählten Anbieter gesendet (Azure, Deepgram, DeepL, OpenAI, Anthropic, ElevenLabs). Es sollte überall aus bleiben, wo Inhalte vor Ort bleiben müssen.
Ovvos Wasel 1.0